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Eine Arztin mit Afrikanischer herkunft, wird opfer Rassistische Angriffe in Bus in Linz
06.07.2009 12:30 von Ike OkaforEine Arztin mit Afrikanischer herkunft, wird opfer Rassistische Angriffe in Bus in Linz.
Wie von den Oberösterreischischen Nachrichten am 30.06.09 berichtet, wurde Frau Dr. Marie Simonet Opfer einer rassistischen Beleidungsattacke in einem Linzer Linienbus 41/43 am 26.Juni (Siehe OÖN Ausgabe von 30.06.2009 S.5, sowie 03.07.09 S.29) Weiter .>>>>
"Das macht traurig"
Am 26. Juni fuhr ich nach der Arbeit gegen 15 Uhr mit der Linie 41/43 vom Hessenplatz nach Hause. Auf mein Buch konzentriert ignorierte ich zunächst den intensiven Blick und das abschätzige Gemurmel einer etwa 50-jährigen, brünett gefärbten Frau, die mir gegenüber Platz nahm. Plötzlich forderte sie mich auf, meine (Einkaufs-)Tasche auf den Boden zu stellen mit den Worten: „Stellen s‘ ihr Zeug doch am Boden, weil die Sitzplätze im Bus braucht‘s ihr Neger uns ned a no wegnehmen.“>>>>>
Wir bedauern diesen Vorfall sehr und sind zugleich dankbar darüber, dass Frau Dr. Marie Simonet es gewagt hat, mit Ihrer negativen Erfahrung an die Öffentlichkeit zu gehen.
Denn leider ist dies ist kein Einzelfall. Zu selten erfährt die Öffentlichkeit aus Angst der Betroffenen über Vorkommnisse, mit denen wir täglich durch unsere Arbeit konfrontiert werden:
Noch immer wird MigrantInnen im Alltag oft das Gefühl gegeben kein Teil der österreichischen Gesellschaft zu sein.In vielen Cafe Häusern oder Diskotheken wird Ihnen z.B. der Eintritt verwehrt oder sie werden bereits in Zeitungsinseraten ausdrücklich ausgeladen. Bevor sie sich etwas zu Schulden kommen lassen, wird Ihnen auf Grund Ihrer Hautfarbe, Ihres fremden Aussehens oder ihrem Herkunftsland in Ihrem Pass, nicht ermöglicht ein normales, sorgenfreies Leben zu führen und wie andere am öffentlichen Leben teilzunehmen.
Trotzdem oder gerade deshalb begrüßen wir die Reaktion unseres Bürgermeisters Dobusch und der breiten Öffentlichkeit zu Fr.Dr.Marie Simonets Erfahrung und hoffen, dass dies unseren Politikern, aber auch jedem einzelnen Menschen unseres Landes Mut macht, sich aktiv für die Erweiterung und Umsetzung von Antidiskriminierung einzusetzen. Wir brauchen nicht nur Worte, wir brauchen Menschen, die diese in die Tat umsetzen. Wir brauchen Menschen mit Zivil courage.
Die Arbeit der Black Community basiert auf der Unterstützung von Menschen im Umgang mit Diskriminierung und rassistischen Übergriffen. Wir sind daher auf jede einzelne und jeden einzelnen angewiesen, die/der mit ihrer /seinen Erfahrungen an die Öffentlichkeit tritt. Alle, denen ähnliches widerfährt können sich jederzeit an die Black Community wenden (Schilllerstraße 34 4020 Linz Internet: www.black-community-ooe.net Email: office@black-community-ooe.net )
Jeder weitere Fall der an uns und/oder die Öffentlichkeit getragen wird bringt uns einengroßen Schritt näher an unser Ziel einer Vorurteil freien Geselleschaft!
Ike Okafor
Obmann Black Community Oberösterreich






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