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OBAMAS REDE
27.01.2009 22:26Was bedeutet Barack Obamas Rede? Ingrid Müller, Leitende Redakteurin des Tagesspiegels, hat die erste Rede des 44. US-Präsidenten analysiert.
Von Ingrid Müller
20.1.2009 19:32 Uhr
(Er hat versucht, den Menschen zu sagen, ich bin einer von euch)
Das ging den Menschen ans Herz. Barack Obama hat nicht herumgeredet um die Schwierigkeiten. Er hat kritisiert. Verantwortungslosigkeit einzelner, aber auch fehlenden Mut aller. Er hat gesagt, dass er weiß, wie schwer die Zeit ist. Dafür ist er ganz, ganz weit in die Geschichte zurückgegangen. Bis zu den Gründungsvätern des Staates. Die damals im härtesten Winter und unter noch viel härteren Bedingungen etwas riskiert haben, um eine Nation zu bilden. Und das war wohl die zentrale Botschaft: Alle müssen zusammen stehen. Einer allein kann das nicht. Auch wenn das wohl immer noch viele hoffen. In Amerika und in der Welt.
Die einen müssen zurückstecken für die anderen, alle gemeinsam sind stark. Stark, um für die eigenen Werte einzustehen und diese gegen Gefahren zu verteidigen. Barack Obama hat versucht, seinen Landsleuten das Vertrauen in die eigenen Kräfte zurückzugeben. Ein Volk, das seine Wunden leckt, kommt nicht voran. Er hat es mit viel Pathos und einigen sehr persönlichen Einsprenkseln getan. Er hat versucht, den Menschen zu sagen, ich bin einer von euch. Weiter
Obamas Rede auf Oberösterreichisch
Von Gerald Mandlbauer
vom nachrichten.at 24.01.2009 - Seite 001
Auch in Oberösterreich haben die Politiker mit
Tränen in den Augen die Übertragung von Barack Obamas Amtsantrittsrede verfolgt. Endlich haben sie kapiert, dass es mit mehr Pathos, Gefühl und Bußfertigkeit möglich sein muss, den Aufbruch auch in Oberösterreich zu beschwören, so wahr uns Gott helfe.
Lesen wir also hinein, woran die Redenschreiber zu arbeiten begonnen haben. "Fellow citizens, liebe Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, wir befinden uns in der Krise. Die Wirtschaft ist geschwächt, Resultat unseres Scheiterns. Und darum sagen wir: Jawohl, wir müssen uns erheben, den Staub abwischen und anpacken. Wir dürfen nicht warten. Der Bau der Straßenbahn von Linz nach Aigen-Schlägl muss beginnen.
Daher sagen wir euch: Dieser Dreamliner muss aus dem Parteienhader herausgehalten werden. Nehmen wir die Bürger von Schlägl, Rohrbach, St. Martin, Kleinzell, Ottensheim und Puchenau mit auf unsere Reise ins nächste Jahrtausend. Wir können die Ressourcen der Erde nicht länger verbrauchen, ohne an die Folgen zu denken. Daher brauchen wir diese Bim als zentralen Verkehrsweg in die führende europäische Schwammerlgegend.
Wir sind noch immer das reichste und mächtigste Bundesland. Diesen Reichtum abzusichern, ist ein schmerzhafter Prozess. Wir müssen in die Körper der Werktätigen und des Nachwuchses investieren. Daher werden unsere Kindergärten, Krippen und Horte künftig zu öffentlichen Nahrungsaufnahmezentren. Mit der OÖ-Card wird das Gratis-Kindergartenessen allen Bürgern zugänglich gemacht.
Unser schönes Land darf nicht eher ruhen, solange nicht jeder vor sich selbst geschützt ist. Daher werden wir die Helmpflicht auf die Radwege ausdehnen und um eine Schwimmwestenpflicht an den Badeseen erweitern. Niemand wird die Einhaltung dieser Gesetze kontrollieren. Doch ihre bloße Existenz schafft Arbeitsplätze. Schreiber, Juristen, die Versicherungswirtschaft werden profitieren. Yes, we can.
Die Frage, die wir euch heute stellen, ist nicht mehr, ob unser Landtag zu groß ist oder zu klein, sondern ob er funktioniert. Die Zeiten, in denen dieser Landtag sich Änderungen verweigerte, sind endgültig vorbei. Um das Erbe unserer Väter zu wahren, müssen wir die Feuerwehren retten und sie in einem nationalen Kraftakt unter einer Landesholding gemeinsam mit den Anteilen an voest, Lenzing, den Musikschulen und den ländlichen Fortbildungsanstalten verwalten.
Wir werden Stromnetze legen und Datenkabel, Bezirkshauptmannschaften, Landesschulrat, Gemeindeämter, Kammern, alle Raiffeisenkassen direkt mit dem Landhaus verbinden. Die Zyniker müssen begreifen, dass dieses Land wie unsere Väter einst wieder mit einer Zunge reden muss.
So viel eine Regierung auch leisten kann, es ist letztlich der Glaube und die Entschlossenheit der Bürger, auf die sich dieses Land stützt. Wir werden daher diesem Land seinen Stolz zurückgeben. Neben der Landesausstellung 2009, der Landesblumenschau 2009, dem Treffen der österreichischen Donau-Anrainerländer und der Gerfried-Stocker-Computerolympiade im AEC werden wir weitere Großveranstaltungen abhalten und alle Bürger über siebzig zu Konsulenten ernennen. Franz Welser-Möst dirigiert doch im Brucknerhaus, Theresia Kiesl und Vera Lischka werden anlässlich des Hallen-Leichtathletik-Meetings Hand in Hand eine Anti-Doping-Weltkonferenz leiten.
Wir werden die Sonne, den Wind, die Erde nutzen, um unser Klima zu schonen. Karl Frais wird seine Reden kürzen, was dazu beitragen wird, den Landtag CO2-neutral zu machen. Josef Pühringers Dienstauto treibt Mühlviertler Elefantengras, er schafft sich einen Doppelgänger an, damit er, unseren Gründervätern gleich, die Botschaft vom Aufbruch in jedes Zelt tragen kann.
Mit Freunden und früheren Feinden werden wir unermüdlich daran arbeiten, die nukleare Bedrohung zu verhindern. Rudolf Anschober wird den Anti-Temelin-Beauftragten in Beamtenstatus auf Lebenszeit erheben, Grenzblockaden werden vorbereitet und mit den Vertriebenenverbänden abgestimmt, "Mütter gegen Atom" ernennen Vaclav Havel zur Ehrenmutter.
Wir werden unsere Schulen und Universitäten für das neue Zeitalter rüsten. Oberste Schulleitung und Schulgewerkschaft werden diese Erneuerung leiten, Friedrich Enzenhofer hat dazu mit Friedrich Enzenhofer schon erste Gespräche geführt.
Wie es Linzer AKH und Frauenklinik vorleben, müssen unsere Verwaltung und das Gesundheitswesen zusammenrücken. Karrieren müssen jedem offenstehen. Daher wird die Landesobjektivierung auf alle Teile der Wirtschaft übertragen. Dieser Schub wird unser Land nach vorne bringen.
Lasst uns daher im Angesicht der Landtagswahlen nicht mutlos werden. Ihr alle, liebe Bürger, dürft mitbauen an diesem neuen Oberösterreich. Wir nehmen jede Idee ernst. In tiefer Demut angesichts dessen, was uns und euch noch einfallen wird. Eure Landespolitik."






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